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Review: "Virtuelle Welten"

Ich kopier hier Mal große Teile des umfassenden Reviews von Oskar in diesen Blog. Da ist es dann einfacher, die Schrift zu vergrößern, als in LotusNotes😉 Einiges hab ich gelöscht, weil dies ein zwar privater aber öffentlich zugänglicher Blog ist. caw

In einer interessant geführten Diskussion nach unserem Rundflug in der „zweiten Welt“ können wir folgende Dinge festmachen:

Konklusio

  • Virtuelle Welten (VW) stehen am Anfang der Massentauglichkeit
  1. Derzeit bestehen noch relativ hohe Einstiegsbarrierien bzgl. Hardwareanforderungen/Internetanbindung bzw. Barrierefreiheit
  2. Durch Einführung des Betriebssystems Vista werden jedoch ein Großteil der UserInnen mit dementsprechenden Geräten ausgerüstet sein müssen.
  • Die Bedeutung der VW wird in den nächsten Jahren stetig zunehmen, zukünftige Marketingstrategien werden das Thema „Virtuelle Welten“ nicht vernachlässigen können.
  • Ein Ersetzen des „Standard-Webs“ ist nicht zu erwarten, VW müssen als Erweiterung gesehen werden.
  • Trotz derzeit noch geringer User-Zahlen, können hier Zielgruppen erreicht werden, die auf „normales“ Marketing nicht mehr ansprechen.
  • Aktuelle Konzepte von VW ähneln der von Spielen, jedoch stellt Second Life (SL) hier eine Ausnahme dar; es gibt keine vorgegebenen Ziele, die das Handeln des Einzelnen in der Welt bestimmen
  • SL kann dem Marketingbegriff „Web 2.0“ zugeordnet werden
  1. User-generated Content
  2. Demokratisierung durch Community-Bildung (z.B. IBM-Streik, 1800 Beteiligte; Burma-Demos, 800 allein auf Österreich-Insel)
  • Kritische Betrachtung
  1. Hype vom Beginn des Jahres bereits abgeflaut (siehe Hype-Zyklus)
  2. findet derzeit noch hauptsächlich im Marketing Anwendung
  • erste, sehr deutliche, Anzeichen Richtung kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
  1. Beteiligung IBMs an der Weiterentwicklung von SL (Zeil SL als primäre VW-Plattform zu etablieren)
  2. Öffnung des Source-Codes für Allgemeinheit (Open-Source)

Geschäftsmodelle bzw. Ideen

  • E-Learning
  1. neue Möglichkeiten der User-Interaktion bieten intensivere „Erlebnisse“ beim Lernen
  2. bei Anwendung geeigneter Konzepte, „spielerisches Lernen“
  • Aktionen-/Kampagnenunterstützung
  1. Aktionen oder Kampagnen werden medienübergreifend auch in SL bestritten (Ist entsprechend der konkreten Anforderungen pro Fall zu bewerten)
  • Servicestelle
  1. Implementierung als „Online-Büro“, mit der Möglichkeit, Fragen direkt an eine Person zu richten (vgl. BKA in SL)
  • (Tele)konferenzen
  1. z.B. für Expertencommunities (für die Bereitstellung virtueller Räumlichkeiten könnte der ÖGB-Verlag sorgen)
  • Communitybildung
  1. „Social Networking Place“ für ÖGJ, ÖGB, zu vergleichen mit XING, Facebook, My Space… (mitunter geschlossene Benutzergruppen für Informationsaustausch)

Oskar Wirth

Einsortiert unter:Anwendungen, Web 1-2-3.0, , , , ,

One Response

  1. Christian Wachter sagt:

    Ich denke, das sollte man noch Mal betonen, dass Second Live im Unterschied zu manch anderen virtuellen Spielwelten eben kein Spiel ist, sondern lediglich ein Interface bzw. eine Plattform, auf der man Spiele betreiben kann, aber auch viele andere Dinge, wie eben kaufen/verkaufen, informieren, lernen, kommunizieren, usw. Die Regeln sind ziemlich offen.

    Zweitens muss klar sein, dass man mit SecondLife-Anwendungen derzeit noch einen großen Teil der Anwender ausschließt. SecondLife ist bislang so ungefähr das Gegenteil von Barrierefreiheit. Oder hat dazu vielleicht wer andere Informationen? Dazu kommt noch die Versorgung mit Breitbandzugängen zum Internet. Wir sind an dicke Rohre angeschlossen, die Leute von IBM und dem MIT auch, und blenden einfach aus, dass über die Hälfte der Nutzer – insbesondere der Privaten – noch an recht dünnen Leitungen hängt. Das heißt jetzt nicht, dass man deshalb nix auf SecondLife machen darf. Man muss sich einfach über die beschränkte Reichweite im Klaren sein.

    Zu den Geschäftsmodellen und -ideen: Es ist verlockend, das alles in SecondLive zu machen. Man kann sich aber auch immer fragen, ob es nicht bessere Varianten abseits von SecondLife gibt. Derzeit in den meisten Fällen ja.

    So vieles, das gegen SecondLife spricht. Dennoch sollte man sich intensiv damit beschäftigten und auch konkrete Pilotanwendungen starten. Denn SecondLife ist nur ein Vorgeschmack auf zukünftige Entwicklungen. Es werden nicht nur Avatre entstehen, die in verschiedenen virtuellen Welten agieren können, sondern das Computer-Interface wird sich von der heutigen textorientierten Zweidimensionalität hin zu einer virtuellen Welt entwickeln (und so wie jetzt einige immer noch mit DOS arbeiten, wird’s dann auch immer noch ein Windows XP für die ganz Hartnäckigen geben). Zusammen mit Voice- und Video over IP, natürlicher Sprachein- und -ausgabe, Emotionsanalyse und semantischen Algorhythmen wird das dann ein ganz anderes Benutzer-Erlebnis sein. Der Weg dahin ist weit, steil und gefährlich, Ein wenig Training kann da nicht schaden.

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