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ePortfolio mit factline

„Die Wirtschaft“ begeistert sich für ePortfolios, das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit und die Volkshochschulen (www.oeportfolio.at), warum sollten sich nicht auch Arbeitnehmer und Gewerkschaften dafür interessieren? Nun, es gibt da ein paar Widersprüche zwischen einem – sagen wir Mal – humanistisch orientierten Ansatz und einem am Humankapital orientierten Ansatz – dazu ein ander Mal vielleicht mehr.

Gestern habe ich ein Gespräch mit einem Anbieter einer ePortfolio-Lösung geführt, die mir im Hinblick auf den humanistischen, anwenderorientierten Ansatz interessant erscheint: mit der kleinen wiener Softwareschmiede factline (www.factline.com).

Das Besondere an der factline-Plattform sind die sogenannte facts, das sind Informationsobjekte mit Inhalten verschiedenster Art. Man kann sie sich vielleicht ähnlich vorstellen, wie die Seiten in einem Wiki. Und ähnlich wie in einem Wiki werden von diesen facts Versionen erstellt und sie können mit dynamischen und statischen Links adressiert werden. Was die factline-Plattform gegenüber allen mir bekannten Wikis jedoch auszeichnet, ist die Möglichkeit, Berechtigungen bis auf die Ebene jedes einzelnen Informationsobjektes bzw facts hinunter zu vergeben – und zwar für jede Zeitversion.

Für ePortfolios ist das deshalb relevant, weil damit der Eigentümer des ePortfolios gezielt steuern kann, wer welche Informationen sehen oder gar verändern darf. Das ist insbesondere bei Bewerbungen interessant – wenngleich ich der Meinung bin, dass es kreativere Verwendungsmöglichkeiten für ePortfolios gibt.

Ob diese theoretische Möglichkeit der detaillierten Rechtevergabe auch praktikabel ist und von den ePortfolio-Eigentümern auch erkannt und angewendet wird, das ist eine zweite und dritte Frage, die ich nicht untersuchen konnte.

Eine weitere wichtige Eigenschaft der factline-Plattform ist die Bestandsgarantie: Wenn die Anwendung nicht beim Anbieter sondern bei factline gehostet wird, dann kann factline den Inhabern der einzelnen ePortfolios und allen, die einen Link auf ein fact gesetzt haben, garantieren, dass diese Inhalte auch über den Vertrag mit dem Anbieter hinaus zugänglich bleiben. Fragt sich nur, wer länger überleben wird: factline, die Anbieter ihrer Applikation, die ePortfolio-Inhaber oder die Hyperlinks auf die facts.

factline bietet seine Plattform für die verschiedensten Verwendungszwecke an, der ePortfolio-Ansatz scheint mir einer der vielversprechendsten. Und wer stellt jetzt einen systematischen Vergleich von factline mit elgg (www.elgg.org) und dem Moodle-Plugin Exabis an?

Einsortiert unter:Anwendungen, e-Learning, KM, , , , ,

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